EXPO REAL, Immobilien Zeitung vom 06.10.2025
Ein Gebäude abreißen und mit demselben Material am selben Ort ein neues errichten - das klingt praktisch, logisch und nachhaltig.
Investorinnen und Bauherren entscheiden sich jedoch bisher eher selten für diese Variante, berichtet die Architektin Cornelia Kind von GKK. Die Geschäftsführerin des Baumanagementunternehmens begleitet die Branche seit mehr als 20 Jahren bei komplexen Bauvorhaben.
Bauwillige sieht sie dabei seit einiger Zeit in einer Zwickmühle: Banken verlangten Nachweise zur Nachhaltigkeit eines Vorhabens, bevor sie grünes Licht für die Finanzierung geben.
Der naheliegende Schritt, mit Bestandsmaterial aus dem ab- oder umzubauenden Gebäude zu arbeiten, rechne sich aber zeitlich und wirtschaftlich selten. ,Sorgfältiger Rückbau, Transport und Aufbereitung sowie die Zulassung von wieder eingebauten Bauteilen, die Gewährleistung und Integration in das neue Gebäude und die damit verbundenen Detailplanungen sind oft unterschätzte Komponenten, wenn es um die Zeit- und Kostenaufstellung geht",
, sagt Kind. Auch müssten Investoren beim Ausbau von Teilen sehr vorsichtig sein, um Materialien sortenrein trennen zu können und sie nicht zu beschädigen.
Eine Lösung sei, mit industriell recyceltem Material von andernorts zu arbeiten, sagt Kind. Zertifizierungen sicherten zudem die Zustimmung von Banken und die ESG-Ziele in den Portfolios.
GKK arbeitet vorwiegend für institutionelle und Privatinvestoren sowie Eigennutzer. Auf der Expo Real ist das Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand mit vier anderen Firmen vertreten (A1.431).
Beitrag von Kristina Pezzei: Immobilien Zeitung


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